Baumarbeiten

Bäume und Pflege

Der Mann oder die Frau – oder die Familie – die einen Garten besitzt, besitzt meist auch schon Bäume. Die Bäume stehen herum und ergänzen die Familie. Man achtet aufeinander.

Entscheidend ist die Krone. Sie muss gepflegt sein wie ein würdiges Familienmitglied. Je älter je mehr. Die Obstbäume in unseren Gärten sind optisch geprägt von der Frucht, die sie tragen. Der Schnitt sollte der Form des Apfels, der Birne, der Kirsche, der Walnuss folgen.

Es gibt für den Baumschnitt eine besondere Ausbildung: die Seilklettertechnik, kurz SKT.
Wir beherrschen die Pädagogik des guten Schnitts. Dabei binden sich zwei oder drei Gärtner, Baumschnittakrobaten, fest an den zentral aufstrebenden Ästen des Baums. Mit der Säge hantierend, und mit erfahrenem Blick: welches sind Hauptäste, Nebenäste, Triebe? Wie vervollkommnet der Schnitt die Baumgestalt? Man stutzt ihn nicht roh, einer geraden Linie oder Straße folgend, sondern lässt ihm freien Atem. Im Baum erkennen die Baumakrobaten auch Krankheiten oder Schmarotzer, die die Gesundheit des Baums dezimieren, ihn anfällig machen. Das erkennt man nicht immer unten am Stamm.

Grundsätzlich – und das gilt vor allem bei Obstbäumen unserer Region – sind vier Disziplinen des Schnitts zu unterscheiden: es gibt einen Erziehungs-, einen Verjüngungs-, einen Ertrags- und einen Erhaltungsschnitt.